Montag, 11. Juli 2016

LobbyControl

"Man könnte davon ausgehen, dass die Glaubwürdigkeit, das Ansehen und das Vertrauen in die Integrität der EU-Kommission jemandem wie Barroso etwas bedeutet. Tut es aber offenbar nicht. Dieser Wechsel mitten in einer der größten Krisen der EU ist an Kaltschnäuzigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber den Europäischen Institutionen nicht zu überbieten." Es ist erschreckend, wie wenig ich mich noch über solche Neuigkeiten wundere. Noch erschreckender ist es, dass dies wahrscheinlich auf viele andere ebenfalls zutrifft. Wenn uns "von oben" anhand ständiger Negativbeispiele vorgelebt wird, dass persönliche finanzielle und Machtinteressen jegliche Prinzipien und soziales Verhalten ausstechen, braucht sich niemand mehr über das zunehmende egositische und asoziale Verhalten seiner Mitmenschen wundern. Vielleicht ist es hier ja genauso wie in der derzeitigen kontroversen Debatte über kriminelle Flüchtlinge: Es sind ja möglicherweise anteilig gesehen nur wenige, der Fokus der Berichterstattung (je nach Medium) suggeriert aber einen wesentlich höheren Anteil, so dass bei den meisten als Fazit nur "Die haben doch alle Dreck am Stecken!" hängen bleibt. Mein Fazit ist die Hoffnung, dass es eben nicht so ist. +++ Ausgerechnet Goldman Sachs, ausgerechnet jetzt! Der ehemalige EU-Kommissionspräsident Barroso hätte sich keinen schlechteren Zeitpunkt für seinen empörenden Lobby-Wechsel aussuchen können. Hier unser Kommentar. +++ Quelle